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Aspartam: neuropsychologische und neurophysiologische Untersuchung akuter und chronischer Effekte
Paul A Spiers, LuAnn Sabounjjan, Allison Reiner, Diane K Myers, Judith Wurtman, and Donlad L Schomer
Zusammenfassung
Hintergrund: Gelegentlich wurden neurobehaviorale Symptome mit Aspartam in Verbindung gebracht.
Ziel:In dieser Studie wurde versucht nachzuweisen, ob Aspartam kognitive, neuropsychologische oder behaviorale Funktionen bei gesunden Personen stören kann.
Design: 48 gesunde Probanden nahmen an einer randomisierten, doppelblinden,
placebokontrollierten Crossover-Studie teil. Im ersten Monat nahmen sie kein
Aspartam zu sich. Danach wurden den Probanden jeweils 20 Tage lang Getränke
und Kapseln mit Placebos, Aspartam oder Zucker verabreicht. In randomisierter
Reihenfolge wurden die Patienten in eine hochdosierte (45 mg pro kg Körpergewicht
pro Tag) und eine niedrigdosierte (15 mg pro kg Körpergewicht pro Tag) Aspartam-Gruppe
eingeteilt. Am zehnten Tag jeder Behandlungsphase wurden neuropsychologische
Untersuchungen und Labortests durchgeführt, um mögliche akute Effekte festzustellen,
und am 20. Tag, um mögliche chronische Effekte zu ermitteln.
Ergebnisse: Die Phenylalanin-Konzentration im Blut stieg während
der Aspartam-Supplementierung signifikant an. Neuropsychologische Ergebnisse,
negative Reaktionen, Aminosäuren-, Insulin- und Glukosewerte und
Elektroenzephalogramme wurden im Hinblick auf Geschlecht und Behandlung
verglichen. Für keine der abhängigen Messungen wurden signifikante
Unterschiede festgestellt.
Ergebnis: Hohe Tagesdosen von Aspartam haben bei gesunden jungen
Erwachsenen keine Wirkung auf neuropsychologische, neurophysiologische oder
behaviorale Funktionen.
Am J Clin Nutr 1998;68:531-7.
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