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Aspartame und das Ramazzini Institut
Im Mai 2006 hat die EFSA (Europäische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit) eindeutig die Behauptungen von Morando Soffritti von der Ramazzini-Stiftung zurückgewiesen, welche die Sicherheit von Aspartam in Frage stellte.
Am 13. April 2007, gab Dr. Soffritti bekannt, dass er die Resultate einer zweiten Ratten-Studie präsentieren wird.
Folgende Ungereimtheiten sollten beachtet werden, wenn man diese Behauptungen der Ramazzini-Stiftung über die Sicherheit von Aspartam evaluiert:
- Die Ergebnisse der Ramazzini-Stiftung wurden nie zu einer unabhängigen Prüfung durch anderen Wissenschaftlern gegeben, bevor die Behauptungen an die Öffentlichkeit verbreitet worden sind.
- Das Laboratorium, in welchem die Ramazzini Arbeit durchgeführt wird, folgt nicht den international anerkannten Standards ( „Good Laboratory Practice“ = GLP). In der Ratten-Kolonie herrscht Inzucht und sie ist nicht keimfrei.
- Die Ramazzini-Stiftung gibt ihre Geldquelle nicht bekannt.
- Die Ramazzini-Stiftung lehnt es ab, Regierungspersonal den vollen Zugang zu ihren Resultaten zu geben. Zum Beispiel wurden nach der ersten Ramazzini Aspartam Ratten-Studie in 2005 der EFSA nur 70 der pathologischen Proben zur Verfügung gestellt. Im Vergleich dazu wurden ungefähr 39.000 Proben aus Karzinogen-Studien vor der Erstzulassung von Aspartam einer unabhängigen Prüfung unterzogen.
- Die Qualität der Arbeit der Ramazzini-Stiftung wurde von der britischen Gesundheitsbehörde (United Kingdom Department of Health on Carcinogenicity), der französische Lebensmittelsicherheitsbehörde (L’Agence Française de Sécurité Sanitaire des Aliments), der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und von der amerikanischen FDA (United States Food and Drug Administration) kritisiert.
- Es existiert eine grosse Datensammlung von Studien bei Menschen, welche die Sicherheit von Aspartam unterstützen. Zum Beispiel wurden in 2006 vom United States National Cancer Institute die Resultate einer fünfjährigen Studie bei über 500.000 Personen veröffentlicht, mit der Schlussfolgerung, dass es keine Verbindung zwischen Aspartam und Leukämien, Lymphomen oder Gehirntumoren gibt.
- Aspartam basiert auf zwei Aminosäuren, also Bausteinen von Eiweißen, die in täglichen Nahrungsmitteln, wie Gemüse, Fisch, Käse, Eiern und Milch natürlich vorkommen. Aspartam wird bei der Verdauung auch wie andere Eiweiße in seine Bausteine zerlegt und vom Körper ganz natürlich aufgenommen und verstoffwechselt. Aspartam trägt somit nur zur Ernährung bei, was der Körper aus unserer täglichen Nahrung kennt und kann daher keine schädliche Wirkungen verursachen.
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