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Der Aspartam Informationsdienst dementiert Behauptungen von drei Sud-Afrikanischen Anatomen

Das Papier von Humphries et al., publiziert im "European Journal of Clinical Nutrition", enthält keine neuen Fakten über Aspartam, sondern es präsentiert einen verzerrten Rückblick von Anekdoten und Meinungen, welche offensichtlich nur den Zweck der Verunsicherung verfolgen. Vor allem verleugnen die Autoren die Tatsache, dass Aspartam im menschlichen Verdauungssystem in ganz gewöhnliche diätetische Komponenten abgebaut wird, und daher die ungünstigen Wirkungen nicht verursachen kann, wie sie die Autoren beschreiben.

Aspartam besteht aus den Eiweissbausteinen Phenylalanin (im Aspartam als Ester) und Asparaginsäure, wie sie in Nahrungsmitteln, wie Fleisch, Käse, Fisch oder Muttermilch natürlich vorkommen. Wir nehmen über die tägliche Ernährung große Mengen von diesen Aminosäuren, als Teil unserer normalen Diät zu uns. Zum Beispiel, enthält ein Glas Milch mit 220 ml siebenmal mehr Asparaginsäure und mehr als dreimal so viel Phenylalanin, wie ein Glas (330 ml) eines Erfrischungsgetränkes, dass mit Aspartam gesüsst ist. Ein neugeborenes Kind bekommt pro Tag mehr Asparaginsäure und Phenylalanin durch die Muttermilch, als in einem Liter mit Aspartam gesüsstem Getränk enthalten ist. In einer kleinen Banane ist mehr Methanol (aus Esterverbindungen) als in einer mit Aspartam gesüssten Limonade vorhanden.

Die bisher umfassendste Zusammenfassung der wissenschaftlichen Studien zu Aspartam durch ein Gremium international anerkannter Wissenschaftler kam zu dem Ergebnis, dass Aspartam für Menschen jeden Alters und mit verschiedensten Krankheiten sicher ist. Sie wurde am 14. September 2007 in der renommierten Fachzeitschrift "Critical Views in Toxicology" publiziert.

Das Experten-Gremium kam zu dem Schluss:

"Studien, welche die Konfrontation des menschlichen Körpers nachahmen, zeigen keinerlei negative neurologische Wirkungen. Aspartam ist nicht neurotoxisch."

"Generell unterstützen die Daten dieser Studien nicht die Theorie, dass Aspartam im menschlichen Körper die Funktion des Nervensystems, das Lernen oder das Verhalten beeinflussen."

"Die Wirkung von Aspartam auf das Verhalten, kognitiven Funktionen und Krampfanfälle wurde bei Tieren, gesunden Kindern, hyperaktiven Kindern, zuckersensitiven Kindern, gesunden Erwachsenen, Menschen mit einer Parkinson-Erkrankung und bei Personen mit Depressionen ausführlich untersucht. Im Grossen und Ganzen zeigt sich, dass das Gewicht der Beweise zu erkennen gibt, dass Aspartam keine negativen Wirkungen auf das Verhalten, kognitive Funktionen, neurologische Funktionen oder Krampfanfälle in irgendwelcher dieser Gruppierungen hat."

Desweiteren sind alle Themen, welche in diesem Papier angesprochen werden, schon einmal von Behörden verteilt über die ganze Welt untersucht worden. Das European Commission's Scientific Committee on Food kam im Jahr 2002 zu dem Schluss, dass:

"Aspartam ist einmalig unter den Intensivsüssungsmitteln, insofern das die Einnahme seine Bausteine eins zu eins mit den Einnahme von den gleichen Komponenten aus natürlichen Lebensmitteln verglichen werden kann."

Angesichts der Tatsache, dass Regierungen und die medizinische Fachwelt zunehmend über die Problematik der Fettsucht besorgt sind, ist es nicht sinnvoll, unbegründete Ängste hinsichtlich eines beliebten Produkts zu schüren, das den Konsumenten die Kontrolle ihrer Kalorienaufnahme ermöglicht. Ein mit Aspartam gesüsster Softdrink enthält, zum Beispiel nur bis zu einer Kalorie pro Portion. Allein in Europa wird geschätzt, dass Übergewicht und Adipositas für 70.000 neue Krebserkrankungen pro Jahr verantwortlich sind.

Warum dieser Artikel zu diesem Zeitpunkt erschienen ist, bleibt unklar. Es ist merkwürdig, dass die Autoren keine Quelle für die Finanzierung ihres Papiers angeben.

4. April 2008