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Die Auswirkungen hoher Saccharose- oder Aspartammengen auf die Verhaltens- und Wahrnehmungsleistung bei Kindern. Wolraich ML, Lindgren SD, Stumbo PJ, Stegink LD, Appelbaum MI, Kiritsy MC. Department of Pediatrics, Vanderbilt University, Nashville, TN. HINTERGRUND: Sowohl in der Ernährung enthaltene Saccharose als auch Aspartam wurden in manchen Berichten mit Hyperaktivität und sonstigen Verhaltensstörungen bei Kindern in Verbindung gebracht. METHODEN: Wir führten eine kontrollierte Doppelblindstudie an zwei Gruppen von Kindern durch: 25 gesunde Kinder im Vorschulalter (3 bis 5 Jahre) und 23 Kinder im Schulalter (6 bis 10 Jahre), bei denen die Eltern eine Überempfindlichkeit gegen Zucker annahmen. Die Kinder und ihre Familien befolgten jede Woche innerhalb drei aufeinanderfolgender dreiwöchiger Versuchszeiträume eine andere Diät. Eine Diät verfügte über einen hohen Saccharoseanteil und enthielt keine künstlichen Süßstoffe, eine weitere war saccharosearm und enthielt als Süßungsmittel Aspartam, die dritte war saccharosearm und enthielt Saccharin (Placebo) als Süßungsmittel. Alle Ernährungspläne waren im Wesentlichen frei von Lebensmittelzusätzen, Lebensmittelfarben oder Konservierungsmitteln. Verhalten und kognitive Leistung der Kinder wurden auf wöchentlicher Basis getestet. ERGEBNISSE: Die Vorschulkinder nahmen durchschnittlich (+/- SD) 5600 +/- 2100 mg Saccharose pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag ein, während sie den Saccharose-Diätplan befolgten, 38 +/- 13 mg Aspartam pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag während der Aspartam-Diät und 12 +/- 4,5 mg Saccharin pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag während der Saccharin-Diät. Die Schulkinder, bei denen Überempfindlichkeit gegen Zucker vermutet wurde, nahmen 4500 +/- 1200 mg Saccharose pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag, 32 +/- 8,9 mg Aspartam pro Kilogramm bzw. 9,9 +/- 3,9 mg Saccharin pro Kilogramm zu sich. Bei den Kindern mit vermuteter Überempfindlichkeit gegen Zucker ergaben sich zwischen den drei Diäten keine bedeutenden Unterschiede in Bezug auf die 39 Verhaltens- und Wahrnehmungsvariablen. Bei den Vorschulkindern ergaben sich zwischen den drei Diäten nur bei 4 von 31 Messwerten bedeutende Unterschiede, es gab bei den beobachteten Unterschieden jedoch kein beständiges Muster. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Selbst bei einer Aufnahme von weit höheren Mengen als in der Ernährung enthaltenen Mengen beeinflussen weder Saccharose noch Aspartam Verhaltens- oder Wahrnehmungsfunktionen bei Kindern. N Engl J Med. 1994 Feb 3;330(5):301-7. |