Die orale Verabreichung von Aspartam wirkt bei Ratten nicht krampffördernd

Tilson HA, Thai L, Zhao D, Sobotka TJ, Hong JS.

Laboratory of Molecular and Integrative Neuroscience, Research Triangle Park, North Carolina 27709.

In diesen Versuchen wurde untersucht, ob einzelne oder wiederholte Dosen Aspartam bei Fischer-344 Ratten potenziell zu einer Verschlimmerung oder Auslösung von Anfällen führen könnten. Erwachsene Ratten erhielten akut per Sondenfütterung oder über einen 14-tägigen Zeitraum1.000 mg/kg Aspartam. Sie hatten keine bedeutende Auswirkung auf das durch die Stimulierung des präpiriformen Kortex induzierte Kindling. Eine einzige Dosis 1.000 mg/kg Aspartam hatte keine Auswirkung auf die Anzahl der Tiere, bei denen es nach Elektroschock zu tonischen Anfällen kam, noch wirkte sich Aspartam auf Häufigkeit oder Dauer der Anfallsaktivität nach der Verabreichung von Pentylenetetrazol aus. In einer zweiten Studienserie erhielten junge männliche und weibliche Ratten am 3.-13. oder 21.-35. Lebenstag 1.000 mg/kg Aspartam. Die vorherige Aussetzung an Aspartam hatte keine bedeutende Auswirkung auf das Kindling im Alter von 90 Tagen. Diese Versuche weisen darauf hin, dass Aspartam bei Ratten nicht krampffördernd wirkt.

Neurotoxicology. 1989 Summer;10(2):229-38.