Vergleich des Abbaus von Aspartam bei Versuchstieren und Menschen.

Ranney RE, Oppermann JA, Muldoon E, McMahon FG.

Aspartam [SC-18862; 3-amino-N-(a-Carboxyphenethyl) Bernsteinsäure, Methylester, der Methylester von Aspartyl-Phenylalanin] ist ein Süßungsmittel, das organoleptisch über rund die 180-fache Süße von Zucker verfügt. Der Abbau von Aspartam wurde an Mäusen, Ratten, Kaninchen, Hunden, Affen und Menschen getestet. Die Verdauung der Verbindung erfolgte bei allen Spezies auf dieselbe Weise wie die Verdauung der natürlichen Bausteile in der Ernährung. Die Hydrolyse der Methylgruppe durch Esterasen im Darm ergaben Methanol, das im Ein-Kohlenstoff Metabolic Pool zu CO2 oxidiert wurde. Das daraus entstehende Dipeptid wurde an der Schleimhaut von Dipeptidasen gespalten und die freien Aminosäuren absorbiert. Die Asparaginsäure-Untereinheit wurde größtenteils durch ihren Eintritt in den Tricarboxylsäure-Zyklus zu CO2 umgewandelt. Phenylalanin wurde primär in das Körpereiweiß aufgenommen, u. zw. entweder unverändert oder als sein Hauptabbauprodukt Tyrosin.

J Toxicol Environ Health. 1976 Nov;2(2):441-51.